Sonntag, 16. Oktober 2011
Klassenerhalt nach 6:3 in Eckernförde geschafft
Am letzten Spieltag der Saison 2011 ging es für die Red Devils nach Eckernförde zu den Pirates, gegen die man das Hinspiel mühsam mit 9:4 für sich entschieden hatte. Auch im zweiten Vergleich der Saison sollten die Punkte, dieses Mal absolut verdient an die Teufel gehen. Denn man konnte sich im hohen Norden mit 6:3 (5:1; 1:2; 0:0) durchsetzen und somit den verdienten Klassenerhalt sichern.
Das erste Drittel begann von Seiten der Teufel aus sehr kontrolliert in der Defensive und noch gedrosselt in der Offensive. Allerdings war wie am gestrigen Tag in Neumünster der absolute Siegeswillen der Teufel zu spüren und so setzte man die Pirates von Beginn an schon im Aufbauspiel unter Druck. Nachdem man immer wieder durch strukturiertes Forechecking Bälle gewinnen konnten und dadurch erste gute Chancen erarbeitete wurde man auf Seiten der Teufel dann auch etwas mutiger und drückte auf den Führungstreffer. Dieser sollte dann direkt im Anschluss an ein gewonnenes Bully gelingen (8. Spielminute). Doch nur eine Minute später erstarrten die Teufel einen Moment in Schockstarre, denn der erste echte Angriff der Gastgeber fand durch einen sehr platzierten Schuss den Weg in das eigene Tor und es stand erneut Unentschieden 1:1 (9. Minute). Im Anschluss daran konnten die Teufel aber direkt an das starke und sichere Kombinationsspiel vom Vortag anknüpfen und man lancierte einen Angriff nach dem nächsten auf das Piratentor. Diese Bemühungen sollten dann in der 13. Spielminute auch endlich mit dem 2:1 belohnt werden und dieser Treffer schien die Spielfreude der Teufel endgültig geweckt zu haben. Im Anschluss an diesen Treffer schnürte man die Hausherren regelrecht vor ihrem Tor ein und sorgte in der 15. Minute mit einem wunderbar herausgespielten Treffer in Überzahl für die 3:1 Führung. Auch dieser Treffer schien noch nicht genug zu sein, denn das Spiel fand weiterhin fast ausschließlich in der Hälfte der Pirates statt und so waren die Treffer zum 4:1 (19. Minute) und 5:1 (20. Minute) die logische Konsequenz aus dieser Überlegenheit. Mit einem zu diesem Zeitpunkt beruhigenden 5 Tore Polster ging es dann in die erste Pause, in der man sich auf Seiten der Teufel noch einmal vergegenwärtigte welche Bedeutung dieses Spiel haben sollte und das der Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen ist.
Das zweite Drittel begann so wie das erste geendet hatte, mit einer deutlichen Spielüberlegenheit der Teufel, welche es aber zunächst nicht verstanden das ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Erst in der 28. Minute stellte man das Ergebnis auf 6:1, zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissend, dass es sich dabei um den letzten Treffer der Saison handeln sollte. Leider schienen in den anschließenden 10 Minuten ein wenig die Kräfte zu schwinden und so wurde das Spiel wesentlich ausgeglichener und die Pirates hatten einige gute Möglichkeiten den Ball m Tor unterzubringen, doch diese Möglichkeiten wurden dann von einem stark spielenden Teufeltorwart vereitelt. Doch in der 37. Minute war auch dieser machtlos, als die Pirates einen Abpraller zum 2:6 nutzen konnten und in der 39. Minute durch eine Unachtsamkeit der Abwehr sogar noch auf 3:6 verkürzen. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die letzte Pause der Saison und man verständigte sich im Teufellager darauf, das Ergebnis vorrangig zu sichern und nicht mehr zu offen in der Abwehr zu stehen.
So vergingen dann auch die ersten Minuten des Schlussabschnittes, in denen sich die Teufel weitere hochkarätige Chancen erarbeiten konnten dann aber immer wieder an einem mittlerweile überragenden Torwart der Hausherren scheiterten. Dann kam die 54. Minute und der Piratengoalie war geschlagen, ein wunderschön aus der Ecke heraus vor das Tor gespielter Pass fand seinen Abnehmer und der Ball schlug am hinteren Torgestänge ein – 7:3 dachten alle. Die Teufel bejubelten ihren Treffer, die Pirates fügten sich ihrem Schicksal un dem Gegentreffer – nur die Schiedsrichter sahen die Situation anders und entschieden auf weiterspielen. Der sich aus dieser Situation ergebende Konter wurde dann jedoch vom Devils Torhüter abgefangen und so begannen die Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann. Leider vergeblich! Alles in allem neigte sich eine sehr faire und von Seiten der Teufel gut geführte Partie zu Ende und man konnte sich so langsam über den Klassenerhalt freuen. Mit dem Schlusspfiff brach dann der Jubel auch aus der Mannschaft heraus und man beglückwünschte sich gegenseitig zu der am Ende doch noch sehr erfolgreichen Aufholjagd.
Fazit: Hätten die Teufel die gesamte Saison mit der spielerischen Klasse und dem Herzblut der letzten 6 Wochen gespielt, dann wäre eine ganz andere Platzierung möglich gewesen. Eine die dem Saisonziel Aufstieg in die 2. Bundesliga sehr viel näher gekommen wäre als der 5. Platz am Ende der Saison. Nun heißt es für die Red Devils am kommenden Wochenende die Saison mit dem Pokalfinale hoffentlich erfolgreich und wenigstens einem Titel zu beenden und die tollen Auftritte des Wochenendes den eigenen Fans noch einmal zu bestätigen.
Statistik zum Spiel:
Strafen: Red Devils 6 Minuten / Eckernförde Pirates 2
Aufstellung Red Devils: Tor: Claus Kraft Feld: Tim Harloff (1), Alexander Langhoff (1), Oliver Traupe (2), Tim Greifzu, Patrick Mönke , Marcel Houdelet (2)